Giraffe im Zebra-Bikini

31. August 2009

Baut die Mauer wieder auf

Abgelegt unter: Deutsche Politik, Zynisch und menschenverachtend — admin @ 14:23

Irgendwo in Deutschland, wo es verlassene Flächen gibt, etwa in Meck-Pomm oder Brandenburg, findet sich sicherlich genug Platz, um ein kleines Land zu gründen. Das nennen wir Lafontainia und besagter Bauernfänger darf seine Partei ansacken und dahin schleppen. All das ihm ergebene Stimmvieh darf als Kulissenvolk dienen und dann leben alle im demokratischen Sozialismus nach den Vorstellungen der Linkspartei. Zynisch? Menschenverachtend? Wer solchen Typen auf den Leim geht, hat es nicht anders verdient. Dann sonnen sie sich wenigstens nicht wie zur Zeit darin, dass ihnen andere Parteien dahin kriechen, wo die Sonne nicht mehr scheint.

Diese Analyse ist nicht gerade wissenschaftlich, jedoch spiegelt sie meine Gedanken nach den gestrigen Wahlen wieder. Zumindest in Bezug auf die Landtagswahlen in Thüringen und im Saarland, in Sachsen ist ja wenigstens der Trost geblieben, dass die Linkspartei ein bisschen verloren hat. Aber was gab es dafür? Die Braunen um die Apfelbacke werden weiterhin für Nichtstun, Pöbeln und vollkommen undemokratisches Gedankengut gut bezahlt und das rechte Dumpfbackentum jubelt. Oder marschiert, was auch immer die so treiben. Man hätte doch meinen können, dass wenigstens der NPD-aus-dem-Landtag-Faktor ein paar mehr Menschen motivieren würde, aber es blieb sehr ruhig im Wahlbüro.
Ein wenig schade finde ich es ja jetzt, dass der Herr Zastrow doch kein gerahmtes Bild von Herrn Jurk vom Spaßguido bekommt. Für 0,4 % Rückstand gibt es vielleicht zumindest den Rahmen?

10 Kommentare »

  1. Wer ist Herr Jurk? ;-)

    Vielen Dank an Dich und die anderen Wahlhelfer. Eines Tages mache ich das auch noch mal. Darf man da ein kleines Macbook mitnehmen und live bloggen?

    Kommentar von stefanolix — 31. August 2009 @ 17:18

  2. Das kann man prinzipiell schon tun, manchmal ist es auch echt öde, nur dazusitzen und auf den nächsten Trupp zu warten. Denn die Menschen kommen immer in einer Traube und erwarten dann, dass alles ganz schnell geht. Allerdings gibt es bis 18 Uhr ja nicht viel zu berichten, da die Urne eh abgeschlossen bleibt und wir keine personenbezogenen Daten weitergeben dürfen. Aber prinzipiell macht es schon Spaß, die Spekulationen über die Wähler und ihre möglichen Entscheidungen (ja dem sieht man ja die …an), die Konkurrenz mit dem Nachbarbüro über das schnellste Ergebnis und die irre anmutenden Stimmverteilungen bei den zwei Kreuzen. Finanziell lohnt es sich kaum, aber das war auch nie meine Motivation, auch wenn ich als stellvertretende Wahlvorsteherin etwas mehr als die “normalen” Helfer bekommen habe. So musste ich aber auch halb sieben da sein und zum Schluss ins Ortsamt, um dann mit dem zufriedenen Gefühl heim zu fahren, etwas für unsere Demokratie und meine Pflicht als Bürgerin in ihr getan zu haben. Das klang jetzt schmalzig. Aber ich freu mich schon auf den 27. September.

    Kommentar von admin — 31. August 2009 @ 17:38

  3. Ich hätte auch nur Eindrücke gebloggt, ich bin sehr für Datenschutz. Wann warst Du denn abends fertig? Und wie kam es eigentlich dazu, dass Du so oft im Wahlvorstand bist?

    Kommentar von stefanolix — 31. August 2009 @ 17:48

  4. Bitte ersetzen Sie doch Lafontain durch Merkel oder Steinmeier und Sozialismus durch freie (ex-soziale) Marktwirtschaft oder Manchester-Kapitalismus.
    Wer solchen Typen auf den Leim geht, hat es nicht anders verdient.

    Kommentar von Herr Teddy — 31. August 2009 @ 18:41

  5. Muss natürlich Lafontaine heißen. :-)

    Kommentar von Herr Teddy — 31. August 2009 @ 18:58

  6. Ach Gottchen, der Piratenteddy hat mich gefunden. Du musst ja echt in mich verliebt sein, wenn du immer noch auf meinen Blog kommst. Wo ich doch in deinen Augen so doof, abgehoben, arrogant und elitär bin.

    Kommentar von admin — 31. August 2009 @ 19:22

  7. @Herr Teddy: Man kann natürlich andere Systeme einsetzen. Ehrlicherweise sagt man ja: Die Demokratie hat ihre Fehler, die Marktwirtschaft hat auch ihre Fehler. Aber wenn ich wählen dürfte, in welches Experiment ich ziehen soll, dann würde ich mich für das marktwirtschaftliche entscheiden. Natürlich muss es eine Marktwirtschaft mit Regeln sein und natürlich muss man die Demokratie verteidigen, natürlich wäre es kein Zuckerlecken. Aber insgesamt wüsste ich jetzt schon: aus dem Lafontaine-Land würde ich davonlaufen, davonschwimmen oder davonfliegen. Solange es noch geht ;-)

    Kommentar von stefanolix — 31. August 2009 @ 20:06

  8. @Kerstin: Hallo! So schnippisch? Bin über Stefanolix auf Ihre Seite gekommen und konnte mir einen Kommentar zu diesem Post nicht verkneifen. Keine Ahnung was Sie mit “verliebt sein” oder “Piratenteddy” oder dem letzten Satz “Wo ich doch in deinen Augen so doof, abgehoben, arrogant und elitär bin.” meinen!?
    Ich habe nur meine Meinung kundgetan und Sie weder als doof etc betitelt oder ähnliches. Wenn Sie andere Meinungen nicht akzeptieren können/wollen nehmen Sie doch einfach die Kommentar-Funktion aus dem Blog und alles ist Friede, Freude, Eierkuchen.
    Bis denne
    Herr Teddy

    Kommentar von Herr Teddy — 3. September 2009 @ 20:48

  9. Dann entschuldige ich mich vielmals. Meine Reaktion ging auf den Zwist mit einem Typen im StudiVZ zurück, der als Profilbild einen Teddy verwendete, ähnlich kapitalismuskritische Äußerungen tätigte und Werbung für die Piraten machte, weswegen er Piratenteddy genannt wurde. Dieser Mensch hatte in Ermangelung ernsthaften Dikussionsinteresses nichts Besseres zu tun, als mit grob beleidigenden Äußerungen zu glänzen, in denen die von mir genannten Attribute vorkamen. Daher dachte ich zunächst sie seien mit jenem Teddy identisch. Sollte ich ihnen also zu Unrecht unlautere Motive unterstellt haben, tut mir das leid.

    Kommentar von admin — 4. September 2009 @ 19:37

  10. Akzeptiert. :-)
    Ich tätige zwar auch ab und an Kritik am Kapitalismus und sympathisiere mit der Piratenpartei, allerdings bin ich doch eher an einer sachlichen Diskussion zum Thema interessiert. Schließlich sollte man für neue und andere Ideen und Meinungen immer offen sein bzw diese tolerieren können.

    Kommentar von Herr Teddy — 4. September 2009 @ 20:44

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